Dienstag, 13. April 2021
Mittwoch, 7. April 2021

Zehn tote Schafe nach Wolfsangriff in Döbern 

Totes Tier- vom Wolf gerissen. Foto: privat

von unserem Redakteur Nico Wendt

Döbern. In der Weinske-Region hat es zuletzt gleich mehrere Wolfs-Risse gegeben. TZ sprach mit Armin Tauchnitz aus Döbern, der zusammen mit Arnold Mantz zuständiger Jagdpächter ist. 

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Was genau ist passiert?

Wir hatten gleich drei Wolfsangriffe in Folge, jeden Tag einen. Zwei Rehböcke waren betroffen, zuletzt allerdings auch eine Schafherde mit zehn toten Tieren. Sie wurden tot gebissen, einige liefen weg, andere mussten im Nachhinein geschlachtet werden, weil sie einen Kehlbiss hatten. 

Wo stand die Herde? 

Das Ganze ereignete sich in der Nähe des Spielplatzes am Ortsausgang Döbern, nur 100 Meter vom nächsten Grundstück entfernt. Und das hat für große Verunsicherung im Dorf gesorgt. Viele Einwohner trauen sich nun nicht mehr, mit ihren Hunden in Richtung Elbe spazieren zu gehen. Man hat das Gefühl, die Wölfe kommen immer näher. Wir befinden uns nicht in großen Wäldern in Kanada oder Schweden, sondern wir sind ein Siedlungsgebiet. Deshalb verstehe ich die Politik nicht. Wir stehen der Situation hilflos gegenüber und können im Prinzip nichts machen. 

Wird der Schaden reguliert?

Nein, weil der Schäfer keinen Wolfszaun besaß. Aber ob der etwas genutzt hätte, möchte ich bezweifeln. Die Wölfe haben sich ihren Weg unter den Zaun hindurch gesucht und dabei eine starke Dachlatte zerbissen. Der Schaden am Tierbestand wird auf etwa 1000 Euro geschätzt. 

Wurde der Vorfall gemeldet?

Ja natürlich. Weil wir vom Wolfsmanagement niemand direkt erreichten, haben wir uns an die Polizei gewandt, die sich sehr hilfsbereit zeigte. Letztlich kam dann doch ein Mitarbeiter des Wolfsmanagements vor Ort. 

Gespräch: Nico Wendt 


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