Samstag, 8. Mai 2021
Sonntag, 7. März 2021

Wie ist die Gesetzeslage in Deutschland bezüglich CBD?

Die Verbreitung von CBD-Produkten nimmt stetig zu. Wir hören häufig von der Zufriedenheit der Nutzer, die sie als natürliche Arzneimittel bei verschiedenen Krankheiten einsetzen. Cannabidiol hat einen sehr guten Ruf, vor allem wenn es zur Entspannung oder Beruhigung eingesetzt wird.

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Viele Menschen berichten außerdem von einer positiven Wirkung im Bereich der Schmerzlinderung. Vielleicht sind auch Ihnen schon Gerüchte zu Ohren kommen, dass CBD-Produkte in Deutschland illegal sind. Deshalb möchten wir Sie über die Gesetzeslage aufklären.

CBD ist in Deutschland legal

Sowohl CBD als auch THC (Tetrahydrocannabinol) wird aus der Hanfpflanze gewonnen. Während Letzteres eine psychoaktive Wirkung auf uns Menschen hat, macht Cannabidiol jedoch nicht high. Grundsätzlich besitzen alle Cannabis-Pflanzen einen THC-Anteil, selbst der sogenannte Industriehanf, aus dem heute hauptsächlich CBD gewonnen wird. Trotzdem darf er in Deutschland angebaut werden. Zudem sind der Verkauf sowie Erwerb von CBD-Blüten und Co. legal. Sicher stellen Sie sich jetzt die Frage, warum diese im Gegensatz zu Marihuana nicht verboten sind. Dafür gibt es eine einfache Antwort: Der Gesetzgeber hat eine Höchstgrenze für den THC-Gehalt in Cannabidiol-Produkten festgelegt: Sie liegt bei 0,2 Prozent.

Einschränkungen der Legalität

Neben dem vorgeschriebenen geringen THC-Anteil unterliegt der Vertrieb von CBD-Produkten wie Öl, Kristalle, Kapseln, Liquid etc. folgenden Bedingungen:

 

  • sie dürfen nur als Kosmetikartikel bzw. Nahrungsergänzungsmittel angeboten werden
  • Herstellern ist es nicht erlaubt, ein Heilversprechen abzugeben
  • das Mindestalter für Käufer ist 18 Jahre

 

Das umfangreichste Angebot an unterschiedlichen CBD-Mitteln finden Sie im Netz. Sowohl die große Auswahl als auch die zahlreichen Informationen der Internet-Anbieter in Bezug auf Einsatzbereiche, Wirkungen und Darreichungsformen sind Pluspunkte für die Onlineshops. Außerdem haben mittlerweile einige bekannte Drogerieketten ihr Sortiment durch CBD-Produkte bereichert. Eine fachgerechte Beratung wird dort allerdings in der Regel nicht geboten. Auch bei Apothekern werden sie heute fündig. Ihre medizinische Schulung ermöglicht ihnen, fundierte Ratschläge an die Kunden weiterzugeben. Sie sollten jedoch damit rechnen, dass nicht jeder Mitarbeiter mit herausragendem Wissen im Bereich von CBD aufwarten kann.

Ist mit einem CBD-Verbot in Zukunft zu rechnen?

Auch über ein möglicherweise anstehendes Verbot von CBD durch die EU wird in Deutschland viel gemunkelt. Es gibt einige Menschen, die vermuten, dass die Pharma-Industrie hinter derartigen Plänen steckt – für sie könnten Cannabidiol-Produkte einen ernsthaften Konkurrenten darstellen. Bekannt ist jedoch, dass die Europäische Union nicht die Schnellste beim Treffen von Entscheidungen ist. CBD-Fans brauchen sich deshalb vermutlich in den nächsten Jahren keinerlei Gedanken um ein in Kraft tretendes Verbot zu machen.

Trotz Legalität Unklarheiten

CBD fällt laut EU-Kommission unter Novel Food, für das ein Zulassungsantrag gestellt werden muss. Gemäß einer entsprechenden Verordnung aus dem Jahr 2015 fallen alle Lebensmittel unter diese Klassifizierung, die ausschließlich in unwesentlichem Umfang vor Mail 1997 konsumiert wurden. Demnach müsste Cannabidiol zunächst einmal zugelassen werden. Allerdings ist unklar, welche Produkte tatsächlich der Zulassungspflicht unterliegen. Die Auffassungen und Auslegungen der aktuellen Rechtslage könnten kaum unterschiedlicher sein. Experten halten ein künftiges CBD-Verbot für unwahrscheinlich. Schließlich stellen der Anbau und die Produktion von Cannabidiol-Mitteln inzwischen einen bedeutenden Wirtschaftszweig dar. Er geht ebenso mit zahlreichen Arbeitsplätzen wie mit Steuereinnahmen einher.


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