Montag, 22. August 2022

Ein neues Gartenhaus: An diese Dinge müssen Sie denken!

Quelle: https://unsplash.com/photos/H9a2hZiECRM

Nordsachsen. Ein Gartenhaus bereichert jeden Garten, man kann darin Gartengeräte verstauen, die Terrassenmöbel überwintern, Spielzeug für die Kinder lagern und gegebenenfalls sogar Gäste darin unterbringen, wenn die Größe ausreichend ist.

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Wenn man nun denkt, ein Gartenhaus kaufen ist ja ganz simpel, hat man die Rechnung ohne die in Deutschland übliche Bürokratie aufgemacht. Das Aufstellen oder der Bau eines Gartenhauses ist nämlich unter Umständen genehmigungspflichtig. Und ob das nicht schon anstrengend genug ist, ist die Genehmigungspflicht per Landesrecht geregelt und somit in jedem Bundesland anders. Hier heißt es dann natürlich, vor dem Bau vom Gartenhaus mit Terrasse die zuständige Bauordnungsbehörde zu befragen.

Einige Eckdaten zur Genehmigungspflicht

Die Genehmigungspflicht wird an der Größe des zu errichtenden Gartenhauses festgemacht. In einigen Bundesländern, zum Beispiel in Sachen, im Saarland oder in Berlin besteht die Pflicht ab 10 m³ Brutto-Rauminhalt. In Schleswig-Holstein sind es 30 m³, in Niedersachsen 40 m³ und in NRW oder Bayern 75 m³. Weitere Faktoren, von denen eine eventuelle Genehmigung abhängig ist, sind ein gegebenenfalls benötigtes Fundament, die Art der Verwendung oder der Standort.

Das richtige Fundament muss her

Wenn man die Frage hinsichtlich der Genehmigung geklärt hat, dann geht es an den Bau des Gartenhauses. Und erfahrungsgemäß geht der Bau mit dem Fundament los. Beschränkt sich die geplante Nutzung auf das Unterstellen von Gartengerät und weiterem Werkzeug, dann reicht es auch, wenn der Boden in Größe der Grundfläche ausgekoffert und dann mit Kies befüllt wird. Auf diesem Kies werden dann Betonplatten verlegt, daher leitet sich auch der Name Plattenfundament ab.

Bei größeren Gartenhäusern und weichen Bodenverhältnissen sollte man über eine Fundamentplatte nachdenken, die gegossen wird. Dafür wird anstelle des Kieses das gegrabene Loch mit Beton gefüllt und Bewehrungsmatten eingearbeitet. Alternativ zu einer Fundamentplatte kann man auch über ein Streifenfundament nachdenken, wenn die Lasten, die das Haus mit sich bringt, über die Wände abgeleitet werden sollen.

Die Qualität des Holzes ist von großer Wichtigkeit

Holz hat ein paar Eigenheiten, die es zu beachten gilt, wenn man beabsichtigt, ein Gartenhaus zu bauen. Neben den positiven Eigenschaften wie Nachhaltigkeit, Belastbarkeit oder auch Elastizität darf man nicht vergessen, dass Holz bei Feuchtigkeit quillt und bei Trockenheit schwindet. Da starke Sonneneinstrahlung und Regenwetter sich häufig abwechseln, ist das Holz ständig in Bewegung, nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie wieder ab. Bei der falschen Holzauswahl kann das durchaus zu Rissen führen. In welchem Maße hier Rissbildung zulässig ist, regelt die DIN 4047. Die Qualität des verwendeten Holzes spielt also eine wesentliche Rolle beim Bau des Gartenhauses. Ein qualitativ hochwertiges Holz sollte aus einer nachhaltigen Forstwirtschaft stammen, als Herkunftsland hat sich der Norden Europas bewährt, da hier das Holz langsamer wächst, was der Qualität des Holzes zugutekommt.

Weitere Punkte, die beachtet werden sollten

Wo es auch gerne zu Pfusch am Bau kommt, und das trifft auch für den Bau des Gartenhauses zu, ist das Dach. Nicht selten stellt man an regnerischen Tagen fest, dass das Dach undicht ist. Damit die Dachbretter einfach nur aneinander zu schrauben, ist es nicht getan. Eine Eindeckung mit Pappschindeln bietet sich an. Diese lassen sich gut verarbeiten und sind zudem auch noch recht günstig. Mit einer besandeten Unterbahn, die zuvor auf das Dach genagelt wird, und den angenagelten Dachpappschindeln dichtet man das Dach dauerhaft ab.

Wenn die Statik stimmt und das Gewicht hierfür einkalkuliert wurde, kann man auch eine Dachbegrünung in Erwägung ziehen. Hier gilt zu beachten, dass eine extensive Dachbegrünung ungefähr mit 120 kg/m² Dachfläche in die Berechnung einfließt. Will man sogar eine intensive Begrünung, sind es dann auch gleich schon 400 kg/m². Hier gibt es sicherlich Ausstellungen oder vielleicht auch eine Landesgartenschau, wo man sich zu diesem Thema Anregungen holen kann. Auch an einen Stromanschluss sollte man vor der Errichtung eines Gartenhauses denken, damit man an lauen Sommerabenden nicht mit der Kabeltrommel vom Haupthaus hantieren muss, um Strom zum Gartenhaus zu legen.

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