Montag, 22. August 2022

Bettwanzen - so geht man den unerwünschten Krabbeltieren an den Kragen!

Nordsachsen. Haben es sich die lästigen Parasiten erst einmal gemütlich gemacht, ist es schwer, sie wieder loszuwerden. Umso wichtiger ist es, erste Anzeichen, die auf einen Befall hindeuten, ernst zu nehmen und schnellstmöglich zu handeln. Nur dann können Sie eine unkontrollierte Vermehrung der ungewollten Hausgäste verhindern.

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Aber wie sehen die kleinen Blutsauger eigentlich aus, wo verstecken sie sich und wie wird man sie schnellstmöglich wieder los?

Bettwanzen – so sehen sie aus!

Man braucht schon ein gutes Auge, um die ungewollten Gäste richtig identifizieren zu können: Denn sie sind winzig und äußerst flink! Schaut man jedoch genauer hin, erkennt man die bräunlichen Tierchen an ihrem abgeplatteten Körperbau sowie an ihrer ovalen Körperform. Weitere äußerliche Merkmale sind ihre sechs Beine und zwei Fühler, die sich am Kopfende des Tieres befinden. 

Wo verstecken sich Bettwanzen am liebsten?

Bettwanzen können ohne große Anstrengung an Wänden und Decken hinauf krabbeln. Dies vereinfacht ihnen die Jagd nach potenziellen Opfern, zu denen wir Menschen, aber auch Hunde, Katzen und Vögel zählen. Ansonsten verstecken sie sich bei Tageslicht in dunklen Ecken, Spalten oder Ritzen und begeben sich im Schutze der Dunkelheit auf Nahrungssuche. Ein guter Tipp, um die kleinen Schädlinge zu identifizieren und anschließend die Bettwanzen effektiv bekämpfen zu können, ist der Trick mit dem Klebeband. Hierfür ein stark klebendes Produkt an den Beinen und dem Rahmen des Bettgestells anbringen. Die Tiere bleiben daran kleben und Sie können sie geruhsam identifizieren und ganz nebenbei bereits ein paar der Blutsauger eliminieren.

Bettwanzen – welche Anzeichen deuten auf einen Befall hin?

Auffälligkeiten, die auf einen Befall hindeuten, gibt es einige. Folgende Hinweise sollten Sie ernst nehmen:

Wanzenbisse: Bettwanzen haben die Eigenart in einer Reihe zu beißen, in einer sogenannten Wanzenstraße. Bemerkt man auf seiner Haut mehrere Bisse, die sich in einer Linie aneinanderreihen, dann haben es sich garantiert Bettwanzen in Ihrem Bett gemütlich gemacht. Die Geplagten reagieren ganz unterschiedlich auf die blutsaugenden Tierchen: Einige Menschen merken überhaupt nichts und andere werden von heftigem Juckreiz geplagt.

Kotspuren: Ein weiteres Indiz, dass die Anwesenheit von Bettwanzen offenbart, sind Kotspuren, die als beieinanderliegende winzige schwarze Punkte in Erscheinung treten. 

Blutflecken auf der Bettwäsche: Hat die Wanze erst einmal zugebissen, kann beim Wirt Blut austreten, das besonders auf heller Wäsche gut zu sehen ist.

Tote Bettwanzen und Nymphenhäute: Bettwanzen durchlaufen bis zum adulten Tier verschiedene Entwicklungsstadien. Aufgrund dessen ist es nicht weiter verwunderlich, dass Sie tote Bettwanzen oder Häutungsreste in Ihrem Bett oder in anderen Teilen der Wohnung finden.

Ein unangenehmer Geruch: Haben sich die Bettwanzen in den Innenräumen bereits vermehrt, ist dies an einem penetranten süßlichen Geruch erkennbar. 

Konnten Sie einen oder mehrere Hinweise in Ihren eigenen vier Wänden wahrnehmen, besteht Handlungsbedarf!

Bettwanzen bekämpfen – diese Hausmittel führen zum Erfolg!

Wurde ein Befall frühzeitig entdeckt, stehen die Chancen recht gut, dass Sie mithilfe der folgenden Maßnahmen die Schädlinge wieder loswerden. 

Sämtliche kontaminierten Textilien müssen gereinigt werden:

Um einen Bettwanzenbefall in den Griff zu bekommen, müssen Sie alle möglichen Verstecke der Parasiten unter die Lupe nehmen und gezielt gegen sie vorgehen. Besonders gerne halten sich die winzigen Tierchen in Textilwaren wie unter anderem Bettwäsche, Kissen, Decken, Vorhängen, Teppichen sowie Kleidungsstücken auf. Um nicht nur die adulten Bettwanzen, sondern ebenfalls die Brut der Parasiten zu eliminieren, müssen sämtliche Textilien bei mindestens sechzig Grad gewaschen werden.

Kontaminierte Gegenstände und Möbel gründlich reinigen:

Großputz ist angesagt: Reinigen Sie alle befallenen Gegenstände aufs Gründlichste. Saugen Sie außerdem unter und hinter dem Bett und vergessen sie keine Spalte und Ritze, in der sich die Bettwanzen so gerne verstecken. Auch Schränke und Kommoden müssen penibel gereinigt werden. Verwenden Sie für die Reinigung Ihrer Polstermöbel spezielle Bettwanzen-Sprays. Achten Sie jedoch darauf, dass diese frei von Permethrin sind. Es geht auch ohne Chemiekeule!

Bettwanzen mithilfe von Hitze bekämpfen:

Die kleinen Blutsauger sind allergisch gegen Hitze. Um die Tiere loszuwerden, können größere Gegenstände wie Matratzen, Teppiche oder Bettdecken für einige Stunden in die pralle Sonne gehängt werden. 

Bettwanzen und ihre Eier mit Dampf eliminieren:

Da die Schädlinge Hitze nicht mögen, eignen sich zur Bekämpfung der Tiere ebenfalls handelstypische Dampfreiniger. Um eine Schimmelbildung in Matratzen & Co. zu verhindern, sollten Sie nach der Dampfbehandlung gut trocknen.

Bettwanzen mit Kälte bekämpfen: 

Auch Kälte mögen die unangenehmen Hausgäste nicht. Packen Sie die befallenen Gegenstände für ein paar Tage bei minus 18 Grad Celsius in die Tiefkühltruhe. Guter Tipp: Achten Sie darauf, dass sämtliche Dinge vorab luftdicht verpackt sind.

Führen die vorgestellten Hausmittel nicht zum erwünschten Erfolg oder ist der Befall bereits zu weit fortgeschritten, sollten Sie so schnell wie möglich einen professionellen Schädlingsbekämpfer hinzuziehen. Der Kammerjäger wird im Vorfeld prüfen, ob es sich tatsächlich um Bettwanzen handelt und anschließend die entsprechenden Maßnahmen ergreifen.

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