Freitag, 12. August 2022
Donnerstag, 4. August 2022

"Wir dürfen Tiere füttern und Koppeln bauen"

Die Kinder und Jugendlichen aus der Großstadt beim Bau von Weidezäunen bei der Firma Elbweiderind. (Nico Wendt )

von Nico Wendt

Junge Leute aus der Großstadt Leipzig sind begeistert über ein Feriencamp in ländlicher Idylle in Pülswerda: Was die Mädchen und Jungen alles erleben, lesen Sie hier

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Pülswerda Die Kinder und Jugendlichen sind mit enorm viel Begeisterung bei der Sache. Gerade muss ein Weidezaun umgesetzt werden. Thiemo schnappt sich eine Kabeltrommel und marschiert los. Währenddessen schlagen die anderen Mädchen und Jungen Koppelstangen in die Erde. Matthias Schneider von der Firma Elbweiderind gibt aus der Ferne genaue Anweisungen. Aber man merkt schon: Die Gruppe ist ein eingespieltes Team. Es klappt wie am Schnürchen.

Eine halbe Stunde später schon kann die Wiesenfläche am Deich bei Kamitz für die Rinder freigegeben werden. Und die Kids haben bereits das nächste Projekt vor Augen. "Es macht unheimlich Spaß", sagt Julian Steulmann. Der 10-Jährige aus Leipzig-Knauthain besucht zusammen mit seiner Schwester Isabel (12) und Bruder Valentin (14) das Work and Fun Camp, wie es Matthias Schneider nennt. Ein Lager für Arbeit und Erholung - so etwas gab es früher zu DDR-Zeiten bereits. Der Firmenchef kennt es aus eigenen Kindertagen und hat die Idee übernommen: Bis mittags arbeiten, danach gemeinsame Freizeit verbringen, lautet das Motto. Das kommt super an. Schon zum siebten Male findet ein solches Camp derzeit an der Elbe bei Pülswerda statt. Die zwölf jungen Teilnehmer wohnen fast allesamt in Leipzig und erleben in der ländlichen Idylle traumhafte Ferienerlebnisse. "Wir haben schon Rinder getrieben und Holz gesammelt, auch Schutzwände für den Grill gestrichen", zählt Julian Steulmann auf. Und Thiemo Walter (10) ergänzt: "Wir durften Futter einladen und auf einen Hänger steigen."

Emilia Schulze aus Leipzig-Baalsdorf ist schon 18, genießt aber trotzdem mit ihrer besten Freundin die Zeit im Camp: "Wir waren sogar schon in der Elbe baden, haben zusammen gegrillt, ein Kälbchen wieder eingefangen und Stroh abgeladen." Die junge Frau ist bereits zum vierten Male in Pülswerda zu Gast. Langweilig wird es den Kindern und Jugendlichen aus der Großstadt nicht. Im Gegenteil: Sie finden das zauberhafte Landleben und den Umgang mit den Tieren toll. Und natürlich wird nebenbei einiges gelernt. Denn der Umtrieb von 70 Rindern über die Wiesen an der Elbe stellt auch eine gewisse Herausforderung dar, die am Ende Stolz bei allen weckt, wenn es geschafft ist. Am Nachmittag stehen gemeinsames Baden, Radfahren und Kochen im Blickpunkt. Es gab schon Ausflüge nach Torgau und in die Umgebung. Man schläft in Zelten bzw. im Ferienhaus direkt neben dem Landgut.

Matthias Schneider freut sich über den Erfolg, den seine Camps auslösten. Und er hat gemerkt, wie gut die "Ferien auf dem Lande" bei Großstadtkindern ankommen. Eine Lehramtsstudentin hilft bei der Betreuung.

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