Samstag, 22. Januar 2022
Freitag, 14. Januar 2022

"Für viele ist Digitalunterricht besser als gar keiner"

Homer Berndl leitet den Integrationskurses an der Volkshochschule Delitzsch. Für den digitalen Unterricht über Zoom-Videokonferenz kann er virtuelle Tafeln und Lehrbücher einblenden. Foto: Screenshot - Homer Berndl

von unserer Redakteurin Nadine Huber

Torgau. An der Volkshochschule Nordsachsen finden Integrationskurse zur Zeit Corona-bedingt online statt. Ein gute Alternative und Möglichkeit, um trotz Einschränkungen Bildungsangebote zu unterbreiten. Doch der Digitalunterricht kommt sowohl bei Teilnehmern als auch Dozenten nicht immer gut an. Martin Mickan, Pädagogischer Mitarbeiter bei der Volkshochschule Torgau, spricht über die aktuelle Situation. 

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Dass an der Volkshochschule Nordsachsen mittlerweile viele Kurse digital über Videokonferenzen stattfinden, ist längst kein Novum mehr, sondern vielmehr eine Notwendigkeit, um trotz Einschränkungen ein breitgefächertes Bildungsangebot unterbreiten zu können. Wenn aber Angebote, die sehr vom persönlichen Kontakt leben, ebenfalls auf die Online-Variante umsteigen müssen, kann es manchmal schwierig werden – wie zum Beispiel bei den Integrationskursen an den verschiedenen Außenstellen, zum Beispiel in Torgau und Delitzsch.

„Mittlerweile hat sich die Situation stabilisiert“, erklärt Martin Mickan, Pädagogischer Mitarbeiter an der VHS Torgau, „anfänglich gab es allerdings einige Schwierigkeiten.“ Sowohl viele Teilnehmer als zum Teil auch Dozenten mussten erst einmal mit der Technik vertraut gemacht werden. Hier war der technische Wissenstand sehr unterschiedlich.“ Hinzu kam mitunter die Sprachbarriere. Diese enorme Hilfestellung haben die Dozenten oftmals nicht mehr allein bewältigen können. „Unser ganzes Team hat die Dozenten dabei unterstützt“, führt er weiter aus.“

Derweil ist der digitale Unterricht unter den Teilnehmern freilich nicht unumstritten: „Für manche ist es eine annehmbare Notlösung. Besser online als gar kein Unterricht. Andere haben echte Schwierigkeiten damit.“ Das hänge laut Mickan auch stark vom jeweiligen Sprachniveau der Teilnehmer ab. Je niedriger das Sprachlevel sei,  desto anstrengender für Teilnehmer und Dozenten, nur über den Bildschirm kommunizieren und nicht einmal etwas zeigen zu können. Eine weitere Problemstellung sei schlechtes Internet. So habe ein Alphabetisierungskurs unterbrochen werden müssen, weil die Teilnehmer in einem Asylbewerberheim leben und dort sehr schlechtes Internet haben, berichtet der Pädagogische Mitarbeiter. Fehlende Technik sei ein geringeres Problem, denn für diesen Fall leihe die VHS Laptops und Tablets aus.

Eine gute Lösung für die Zukunft wäre eventuell Hybdrid-Unterricht, also eine Mischung aus Präsenz und Digital, bei der im laufenden Unterricht stets eine Videokonferenz mitlaufe. „Im Moment wäre dies von der Logistik, dem Aufwand und den Mitteln her für die VHS nicht zu bewerkstelligen“, so Mickan, doch grundsätzlich sei diese Unterrichtsform als Alternative nicht ausgeschlossen.

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