Samstag, 22. Januar 2022
Samstag, 27. November 2021

Wehmut beim Anschieben

Gerhard MengelFoto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt

Belgern. Pyramidenvater Gerhard Mengel will künftig kürzertreten. Am Samstag nahm er die große Pyramide auf dem Markt zum letzten Mal in Betrieb. 

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Auch wenn der Ausschank von Glühwein wegen der Corona-Pandemie am Samstag in Belgern ins Wasser fiel – bei einem derart nasskalten Wetter gehörte zumindest die Thermoskanne bei dem ein oder anderen Besucher zum Anschieben der Weihnachtspyramide einfach dazu. Zum 21. Mal dreht sich dieser hölzerne Weihnachtsbotschafter nun schon. Für Gerhard Mengel war es das letzte Mal, dass er dazu den Schalter umlegte. Und mehr noch: Der Ideengeber und leidenschaftlicher Weihnachtsfan hat einen Tag zuvor auch das letzte Mal beim Aufbau mitgewirkt. „Ich werde 83 Jahre alt“, sagte Mengel ein wenig mit Wehmut. Nun seien die Jüngeren an der Reihe, jene Belgeraner Tradition in die Zukunft zu führen.

Das Anschieben der Pyramide war für die Markt-Besucher der Auftakt, sich im Anschluss einen kleinen Spaziergang durchs weihnachtlich geschmückte Belgern zu gönnen. Dazu eingeladen hatten vor allem die Mitstreiter der Interessengemeinschaft Oschatzer Tor, die sonst zu jener Zeit unzählige Besucher zum Advent in den Höfen begrüßen. 

Noch kurz vor 16 Uhr hatte Ursula Golde in einem Schaufenster noch die Puppen zurechtgerückt. Wo noch im vergangenen Jahr ein Optikerladen eingemietet war, sorgte das sorgfältige Arrangieren von Puppenstube, Kaspertheater und Puppenwagen in dem sonst leeren Laden wenigstens für ein wenig Herzenswärme. Warm ums Herz wurde Besuchern beispielsweise auch beim Blick in die Weihnachtsstube nahe der Bibliothek. Klaus Sahr und Freunde schufen hier erneut mit viel Liebe zum Detail einen Hingucker. Schade nur, dass die Besucher vor den Scheiben nicht auch den kernigen Geruch frischer Hobelspäne und den noch immer im Raum wabernden Geruch süßer Mohnschnecken wahrnehmen konnten, die von Klaus Schwester Doris gebacken wurden.

Einen Katzensprung von der Weihnachtsmannwohnung entfernt steht diesmal der Weihnachtswunschbriefkasten. Wer hier seine Wünsche und noch dazu seinen Absender hinterläßt, sollte alsbald Post vom Bärtigen bekommen. 

Zufrieden zeigte sich neben Jochen Blüthgen vom SV Roland Belgern unter anderem auch der designierte Bürgermeister Belgern-Schildaus Ingolf Gläser mit dem Einläuten des ersten Advents. „Vollkommen richtig, dass wir trotz der schwierigen Corona-Lage das Anschieben so über die Bühne gebracht haben“, befand Gläser. Zu dieser Zeit war Vereinspräsident Jochen Blüthgen mit Freunden bereits auf Schaufenstertour. Dabei stach nicht nur ihm eine Krippe ins Auge, deren Figuren gestrickt waren. „Habe ich so noch nie gesehen“, freute sich der Belgeraner und zog zum nächsten Fenster.

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