Samstag, 22. Januar 2022
Freitag, 26. November 2021

Verabschiedung mit Eierlikör

Matthias Böbel (2.v.r.) stieß am Freitag mit seiner Nachfolgerin Mandy Meißner und Mitarbeitern des Landmaschinenvertriebs Deuben an.Foto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt

Wildenhain. Matthias Böbel übergibt den Chefposten der Wildenhainer Erzeugergemeinschaft an Mandy Meißner.

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Stilecht mit Eierlikör aus eigener Produktion wurde am Freitagvormittag bei der Wildenhainer Erzeugergemeinschaft angestoßen. Und es blieb an jenem Tage nicht bei nur einer Flasche. Matthias Böbel gab nach 22 Jahren als Vorstandschef des Unternehmens seinen Ausstand. Ab kommenden Mittwoch lockt den 65-Jährigen der Ruhestand. Doch was heißt schon Ruhestand. Böbel wird auch weiterhin im Vorstand der Erzeugergemeinschaft tätig sein und dort im Ehrenamt die neue Vorstandsvorsitzende Mandy Meißner tatkräftig unterstützen. Bereits vor zwei Jahren wurden die Weichen für die Betriebsnachfolge gestellt. Mandy Meißner, die lange Zeit auch im Elternrat der Oberschule Mockrehna aktiv war, absolvierte unter anderem dafür eine Qualifikation zur geprüften Berufsspezialistin für ökologischen Landbau. Eine Bezeichnung, die auch der 44-jährigen gelernten Bilanzbuchhalterin, die seit 1996 im Unternehmen tätig ist, nicht so einfach über die Lippen kommt.

Die Erzeugergemeinschaft Wildenhain hat sich seit 2018 in den Bereichen Feldbau, Mutterkuhhaltung und Geflügelhaltung voll und ganz ökologisch ausgerichtet. Zuvor dominierte die Produktion von Serumeiern, die vor allem bei der Herstellung von Impfstoffen zum Tragen kamen. „Doch im Jahre 2012 brach jenes Geschäftsfeld aus verschiedenen Gründen weg“, erinnert sich der scheidende Vorstandsvorsitzende Böbel an den dunkelsten Augenblick in dem Unternehmen. Raus aus den Serumeiern und rein in den konventionellen Eiermarkt? „Mit 350000 Legehennen waren wir damals nicht konkurrenzfähig“, sagt Böbel. „Der Weg in Richtung Ökolandbau und -Tierhaltung sei der einzig gangbare gewesen. Die Neuausrichtung des Betriebes, der unter den Öko-Betrieben im Freistaat nach Angabe Böbels zu den großen zähle, sei für die Wildenhainer ein über mehrere Jahre andauernder Kraftakt gewesen. Einer, den Böbel und auch Meißner jedoch jederzeit wieder in Angriff nehmen würden. Allein in den beiden vergangenen Jahren wurden sechs Hühnerställe und ein Kuhstall entsprechend der gestiegenen Anforderungen saniert. 

Aktuell gibt es bei der Erzeugergemeinschaft Überlegungen, wie die Veredlung von Feldfrüchten – beispielsweise von Leinsamen – selbst in die Hand genommen werden kann. „Unser Ziel muss es sein, so viel wie möglich von der Wertschöpfungskette abzufassen“, sagt Böbel, der diesbezüglich bei anstehenden Investitionen als Vorstand weiter die Fäden in der Hand halten wird.

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